Dieser Ausflug führte uns mal wieder nach Köln, diesmal zu den Ausgrabungen unter dem Dom. Da die Gruppengröße auf 12 Teilnehmer beschränkt war haben wir uns in zwei Gruppe aufgeteilt, die im Abstand von 30 Minuten starten durften. Die Ausgrabungen erzählen eine zweitausendjährige Geschichte, von römischer Stadtmauer und Wohnbebauung über das fränkische Baptisterium aus dem 6. Jahrhundert, den ersten Dom aus dem 9. Jahrhundert hin zum gotischen Dom, der im 13. Jahrhundert über dem Fundament des alten Doms begonnen wurde. Wie bekannt zog sich die Fertigstellung bis in das 19. Jahrhundert hin.
Für eineinhalb Stunden durften wir in den Untergrund unter dem Dom eintauchen und als erstes die freigelegten Fundamente der beiden Türme bewundern. Dazu gehörte auch der Blick in eine kleine Grube, die bis zum Fuß des südlichen Turmes in ca. 16 m Tiefe reichte, nach dem Motto „die Menge an Material, die über der Erde verbaut wird, muss auch als Fundament verarbeitet werden“.
Weiter ging es zum Westportal des alten Doms mit den Steinsärgen, deren offene Fußseiten bis an dessen Fundamente heranreichten. Kurz darauf standen wir im Mittelpunkt von Köln, per Definition genau in der Mitte unter dem Vierungsturm. An der Krypta vorbei kamen wir zu der Ausgrabung eines römischen Wohnhauses. Die dort sichtbare, im Altertum verputzte Wand wirkte bis auf die inzwischen ausgeblichene Farbe wie frisch fertiggestellt.
Die Zeit verging wie im Fluge. Eine ausführliche Beschreibung der Ausgrabung mit Fotos, Bildern und Skizzen findet man hier: https://www.koelner-dom.de/erleben/domgrabung
Selbst anfängliche Zweifler waren von den Ausgrabungen und den dabei angetroffenen Funden beeindruckt.

