Am 18. Oktober ging es zu fünft nach Essen zur Zeche Zollverein. Sonne war selten und ein paar Tropfen Regen konnten uns auch nicht bremsen.

Die Zeche und Kokerei Zollverein in Essen ist Wahrzeichen des Ruhrgebiets, Monument der Industriekultur und gilt als Symbol für den Wandel der einst größten Steinkohlenzeche der Welt zu einem attraktiven Standort für Kultur und Freizeit, Bildung und Wirtschaft. Das rd. 100 Hektar große Gelände der Zeche und Kokerei Zollverein wurden seit der Stilllegung der Zeche im Jahr 1986 und der Kokerei 1993 sukzessive saniert und für neue Nutzungen umgerüstet. Das UNESCO-Welterbe Zollverein ist heute eine der größten Touristenattraktion der Region. Zwischen 1847 und 1986 wurden auf der Zeche Zollverein insgesamt 240 Mio. Tonnen Kohle abgebaut, über und unter Tage waren bis zu 8.000 Bergleute im Schichtwechsel beschäftigt. Das Bergwerk mit seinen weitgehend automatisierten Arbeitsabläufen galt als das größte und leistungsfähigste weltweit.

Bereits im Bereich des Hauptzugangs befinden sich diverse Ausstellungen rund um das Weltkulturerbe sowie das sehenswerte Ruhr Museum, dessen Zugang über orange beleuchtete Treppen und Rolltreppen erfolgt ein Eyecatcher.

Wahrzeichen und weithin sichtbar ist der 55 Meter hohe Förderturm, den wir aus verschiedensten Perspektiven fotografisch festhalten konnten. Weiter ging es über weitestgehend befestigte Wege auf der Ringpromenade (ca. vier Kilometer lang) vorbei an Schacht 1 zur Kokerei. Monumental und fast einen Kilometer lang. Die vorgelagerte Wasserfläche, die uns mit Spiegelungen begeisterte, ist zur Adventszeit als Eislaufbahn umfunktioniert. Vorbei an heute von der RAG-Verwaltung genutzten Gebäuden geht es entweder auf direktem Wege oder über einen Naturpfad zurück in den Zollvereinpark, der eindrucksvoll die ehemaligen Gleisanlagen mit Fußwegen kombiniert und u. a. einen großen Kinderspielplatz beherbergt. Auf dem gesamten Gelände findet man immer wieder Möglichkeiten zur Einkehr.

Sehr sehenswerte Location – der Eintritt und Parken auf den großzügigen Parkplätzen ist übrigens (mit Ausnahme der Museen) frei.

Der Jahresabschluss findet traditionell auf einem Weihnachtsmarkt Ende November statt. Das genaue Ziel steht noch nicht fest – lasst Euch überraschen.

Arne Peters