Donnerstag, der 21.5. 2026 . Etliche Städtetourer trafen sich, nach individueller Anfahrt, am Zeittunnel in Wülfrath. Die Rheinische Post hatte das im vorherigen Jahr als lohnenswertes Ausflugsziel vorgestellt und wir wollten den Wahrheitsgehalt dieser Empfehlung herauszufinden.

Der Zeittunnel ist ein stillgelegter Abbautunnel eines aufgegebenen Kalkbergwerks, 160 m lang, an einem Gitter endend, das einen atemberaubenden Blick auf eine 70m tiefe Schlucht erlaubt, entstanden durch die Arbeiten im Bochumer Bruch. Dazu gehört eine Gartengastronomie in dem alten Verwaltungsgebäude, schlicht, aber mit leckerem Kaffee und Kuchen. Draußen schien die Sonne, so dass wir noch mal Wärme tanken konnten, bevor es in den konstant 16 Grad kühlen Tunnel ging. Eine sehr kompetente Führerin erzählte uns Interessantes zu der industriellen Vergangenheit des Tunnels und führte uns dann zu den einzelnen Stationen der Erdgeschichte, die mit Bildern, Modellen, Geräuschen und Geschichten die Entwicklung des Lebens auf der Erde verdeutlichen. Symbolisiert man dieses Leben durch den Ablauf eines Jahres, erscheint der Mensch erst keine fünf Minuten vor Silvester, etwas, was eigentlich zu mehr Respekt vor der Natur und unserer Umwelt gegenüber führen sollte. Es war ein kurzes, aber informatives und eindringliches Bewusstmachen über unsere Welt.

Wie immer, schloss der Ausflug mit einem gemeinsamen Essen ab.

Elke Hochheimer